| Wärmegewöhnungsanlage (WGA) |
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Feuerwehrverband will HeißausbildungszentrumEichsfelder Tageblatt am 16.06.2010Rollshausen. Offene Brandschutztüren eingelaufen hat die Initiative für ein Heißausbildungszentrum im Landkreis Göttingen beim Feuerwehrverband Duderstadt-Eichsfeld: Ohne Gegenstimme haben sich die Delegierten des Verbandstages (04.06.10) in Rollshausen für den Bau einer Wärmegewöhnungsanlage (WGA) ausgesprochen. In der Containeranlage, die voraussichtlich 2011 im Feuerwehrzentrum Potzwenden errichtet werden soll, kann die Brandbekämpfung unter realen Bedingungen trainiert, Zusatzkosten für auswärtige Lehrgänge können eingespart werden. „Die realitätsnahe Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern nimmt eine immer wichtigere Stellung im Dienstalltag der Feuerwehren ein", betont Tim Heyne, der Anlage und Ausbildungskonzept beim Verbandstag vorstellte. Der Feuerwehrarzt ist auch Mitarbeiter der in Bayern ansässigen Fachfirma Feurex, die Marktführer im Bereich der Heißausbildung ist, Trainingszentren in Deutschland und Österreich betreut und Lehrgänge durchführt. Die Hälfte der bis zu 60.000 Euro Kosten für die WGA in Potzwenden würde Feurex übernehmen, die andere Hälfte – je nach Verbandsstärke – die regionalen Feuerwehrverbände.Der Göttinger Verband hat bereits zugestimmt, der Feuerwehrverband Duderstadt-Eichsfeld wäre mit 6000 bis 8000 Euro dabei. Der Landkreis, der die Anlage auf seinem Grund und Boden betreiben würde, wolle zumindest beim Einwerben von Spenden helfen, begrüßt Landrat Reinhard Schermann (CDU) das Präventionsprojekt. Kreisbrandmeister Karl-Heinz Niesen spricht von einer Win-win-Situation. Und Gieboldehausens Gemeindebrandmeister Claus Bode betont: „Neben guter Ausstattung ist gute Ausbildung wichtig." Die Übungsanlage ermöglicht realistische Simulationen mit Hitze und Sichtbehinderung. Aufbauend auf dem gewöhnlichen Atemschutzlehrgang geht die geplante, mit Holz befeuerte Feststoff-Anlage samt Erweiterungsmöglichkeit für Rauchgasdurchzündungen über das Training in gasbefeuerten Anlagen hinaus. Heyne erinnert an den Brand im Göttinger Oeconomicum, bei dem im Juli 2006 ein Feuerwehrmann ums Leben kam. Als Ausbildungsziele nennt Heyne die Gewöhnung an Hitzebelastung, den Einsatz taktischer Grundtechniken auch unter Null-Sicht-Bedingungen, Notfall- und Hochstrahlrohrtraining sowie das Erkennen eigener Grenzen. In den Containern mit Fenstern, Balkonen und variabler Inneneinrichtung können auch Suchtechniken und der Umgang mit der Wärmebildkamera trainiert werden. Geräte und Kleidung würden durch die mit bis zu 230 Grad in Türklinkenhöhe gefahrene Anlage nicht geschädigt, versichert Heyne. Zum Ausbildungsteam, das noch aufgestockt wird, gehören bereits die Eichsfelder Brandschützer Robert Fricke, Maik Feike und Dirk Lutter. Heyne forderte alle Wehrmitglieder beim Verbandstag dazu auf, sich mit eigenen Ideen für die WGA einzubringen. |


