Feuerwehrverband Duderstadt-Eichsfeld

Prüfungen für Leistungsspange PDF Drucken E-Mail
  

„Stressige Vorbereitungen“ haben sich gelohnt

Eichsfelder Tageblatt am 05.10.2011

Hilkerode. Die Tragkraftspritze ist nicht leicht aus dem Einsatzwagen zu hieven. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Hilkerode helfen sich gegenseitig. Auch das Ausrollen der Schläuche und das Zusammenkuppeln der Saugleitung klappt wie am Schnürchen. Ihr Können haben die Jugendlichen in Seesen mit 27 weiteren Jugendwehren aus Südniedersachsen bei der Prüfung für die Leistungsspange unter Beweis gestellt

Stolz zeigt der Trupp nun die Orden als höchste Auszeichnung für eine Jugendfeuerwehr – die Prüfungen wurden bestanden. „Die Vorbereitungen waren manchmal stressig, aber es hat sich gelohnt. Die Prüfungen kamen uns nach all dem Training leicht vor“, sagt Danny Ahlborn, und der ganze Trupp nickt bestätigend. Da zur Prüfung nur Jugendliche ab 15 Jahren zugelassen sind, und die Hilkeröder Gruppe nicht auf neun Leute für einen vollständigen Trupp kam, hat sie mit den Breitenbergern kooperiert. „Wir kennen uns sowieso und helfen uns gegenseitig“, beschreibt Dominik Hartmann von der Breitenberger Jugendfeuerwehr das gute Verhältnis zwischen den Teams.

Nicht nur Schnelligkeit und Sicherheit im Umgang mit Ausrüstung und Technik waren in Seesen gefragt, sondern auch sportliche Fitness und Theorie wurden bewertet. „Zum Training sind wir regelmäßig zum Sportplatz Auf der Klappe nach Duderstadt gefahren“, erklärt Gruppenführer Fabian Rogge. „In den Sommerferien haben wir angefangen, uns auf die Prüfungen vorzubereiten. Kugelstoßen gab es als Krafttraining, aber auch unsere Ausdauer im Laufen haben wir trainiert“, ergänzt Christoph Fütterer.

Bei der Prüfung musste die Zusammenarbeit des Teams perfekt funktionieren. „Jeder in der Truppe ist wichtig und muss sich auf seine Kameraden verlassen können“, sagt Fabian. Außerdem habe der Trupp „den schnellsten Melder der Welt“. Philipp Wollersen grinst. Er ist als Melder dafür zuständig, dass das Wasser durch die Schläuche fließt.

Gründe, um bei der Jugendfeuerwehr aktiv zu sein, gibt es genügend: „Allein kommt keiner weiter, und Teamarbeit macht richtig Spaß“, sagt Niclas Henkel. Und Fabian findet: „Die Mischung zwischen sportlicher Aktivität und der guten Sache, Menschenleben zu retten, ist etwas Besonderes.“

Die bestandene Prüfung für die Leistungsspange macht auch die Ausbilder und den Ortsbrandmeister Hans-Jürgen Ahlborn stolz. Der spendierte dem Trupp im Namen der Feuerwehr Getränke und Essen für die Party im heimatlichen Gerätehaus. Die Hilke-röder Jugendfeuerwehr gibt es seit Mitte der 1960er-Jahre. Auch künftig soll sie erhalten bleiben. „Heute muss man den Jugendlichen etwas Abwechslung bieten. Neben den Übungen an den Geräten veranstalten wir auch Wanderrallyes oder andere Aktivitäten, die Spaß machen und die Gemeinschaft fördern“, beschreibt der Ortsbrandmeister das abwechslungsreiche Programm.

Von Claudia Nachtwey