Feuerwehrverband Duderstadt-Eichsfeld

Ferienfreizeit 2008 PDF Drucken E-Mail
  
Dienstag, den 10. März 2009 um 19:12 Uhr

Üben für den Ernstfall: Feuer löschen – aber richtig

Buntes Ferienprogramm der Samtgemeinde Gieboldehausen / Freiwillige Feuerwehr lässt sich in die Karten gucken

Text: Eichsfelder Tageblatt am 29.06.08

PDF-Datei: Tageblatt-Spezial

Für viele Kinder ist es ein Traumberuf: Feuerwehrmann. 65 Kinder haben deshalb im Ferienprogramm der Samtgemeinde Gieboldehausen „Feuer, Wasser und mehr“ kennengelernt – ein Blick hinter die Kulissen der Brandschützer. Dabei hatte der Nachwuchs nicht nur Spaß, sondern lernte auch das richtige Verhalten im Notfall. Für das Tageblatt war Manuel Kopp dabei.

Neben dem Spaß soll natürlich auch die Brandschutzerziehung dran kommen. Zwar ist auch viel Show dabei, aber ich glaube, da bleibt auch etwas bei den Kindern im Kopf hängen“, erklärte Matthias Rudolph, Jugend - Feuerwehrwart der Samtgemeinde Gieboldehausen, der zusammen mit seinen Kollegen die Aktionen bei der Feuerwehr leitete. Vor allem an die Fettexplosion werden sich die Teilnehmer, zwischen sechs und zehn Jahre alt, sicherlich noch lange erinnern. Dieses Experiment war der explosive Abschluss des Tages. In einem Behälter wurde Fett durch einen Gasbrenner erhitzt, bis es brannte.

Beim ersten Löschversuch zeigte Matthias Rudolph den Kindern, wie das Feuer richtig gelöscht wird. Er setzte einen Deckel auf den Behälter und das Feuer erlosch. „Das Feuer braucht Sauerstoff um zu brennen“, lautete die richtige Erklärung eines Teilnehmers für das Ausgehen der Flamme. Nach dem das Fett wieder brannte, zeigte Rudolph, wie man es nicht machen sollte. Er schüttete aus sicherer Entfernung unter Zuhilfenahme eines Stockes Wasser auf das Feuer. Mit der Explosion und einer drei Meter hohen Stichflamme hatte keines der Kinder gerechnet. Mit großen Augen wurde das Feuer betrachtet. „Das war cool“, war sich nach kurzer Zeit des Erstaunens ein Junge sicher und forderte mit dem Rest des Nachwuchses eine Zugabe. Diese bekamen sie in Form des nächsten Experimentes. Diesmal entzündet Rudolph eine Spraydose bis sie unter lautem Knall explodierte. Nach zwei Sekunden der Stille begann das Gemurmel und die Begeisterung zeigte sich wieder in Zugabe-Rufen. Gefahren des Alltags Bevor die Kinder auf diese spektakuläre Art auf die Gefahren des Alltages hingewiesen wurden, erhielten sie eine Einweisung in die Gerätschaften. Dazu zählten natürlich auch die Feuerwehrfahrzeuge. Unter anderem wurde auch die richtige Benutzung der Atemschutzmasken oder der Umgang mit den Funkgeräten demonstriert. „Zudem haben wir einen Hydranten aufgedreht, damit die Kinder einmal sehen, wo die Feuerwehr das Wasser herbekommt“, berichtete Rudolph. Dies geschah morgens in den einzelnen Feuerwehrhäusern der Ortschaften der Samtgemeinde. Die Kinder durften aber auch selbst aktiv werden, wie beispielsweise bei Mitmachspielen wie dem Spritzen mit dem Feuerwehrschlauch. Danach fuhren die Kinder mit den Feuerwehrautos der einzelnen Ortschaften nach Rhumspringe, wo es erst einmal eine kleine Stärkung gab. Im Anschluss bekamen die Teilnehmer durch eine Präsentation weitere Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr. Dabei sahen sie zum einen Bilder von Einsätzen der Feuerwehrmänner, zum anderen wurde ihnen gezeigt, wo zum Beispiel die Notrufe eingehen, nämlich in der Leitstelle. Zudem wurde dem Nachwuchs erklärt, wie man sich im Notfall verhalten sollte. Und auch die richtige Vorgehensweise bei einem Notruf wurde angesprochen, zu der die Verwendung der fünf sogenannten W-Fragen zählt (was, wo, wer, wie und warum). Nach den explosiven Experimenten wurden die Kinder von der Feuerwehr in die einzelnen Ortschaften zurückgebracht. Natürlich geschah dies standesgemäß im Feuerwehrauto

Fotos: Holger Raabe


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Aktualisiert ( Donnerstag, den 16. April 2009 um 17:26 Uhr )