Feuerwehrverband Duderstadt-Eichsfeld

Notrufnummern PDF Drucken E-Mail

Im Notfall: 112 und 110

Eichsfelder Tageblatt am 08.04.2010

Göttingen (lo). Im Notfall zählt jede Sekunde. Schnell Hilfe zu rufen, ist entscheidend. Deshalb gelten bundesweit zwei einfache Notrufnummern:
Mit 112 werden Feuerwehr und Rettungsdienste alarmiert, die 110 ist die direkte Verbindung zur Polizei.

Die Tageblatt-Berichterstattung über den Wegfall hauptamtlicher Stellen in der Duderstädter Feuerwache – mit dem Hinweis auf diese Nummern – hat zu Nachfragen von Lesern geführt. Wann ist welche Nummer zu wählen? Wer nimmt am anderen Ende den Hörer ab?

  • Wird im Landkreis Göttingen die 112 gewählt, landet der Anrufer in der Rettungsleitstelle der Berufsfeuerwehr Göttingen. In der Hauptwache in der Breslauer Straße sitzen Feuerwehrleute und Rettungsassistenten zusammen. „Es ist eine integrierte regionale Leitstelle", erläutert Leiter Mario Wey. Hier sind Meldungen über Brände, Verkehrsunfälle, verunglückte Personen, notwendige technische Hilfeleistungen an der richtigen Adresse, nennt Wey Beispiele.
  • Wird die Polizei benötigt, sind Menschen bedroht, Gefahren abzuwehren, Straftaten zu melden, ist die 110 die richtige Zahlenfolge. Sie verbindet den Anrufer mit der Einsatzzentrale der Polizeidirektion Göttingen, erläutert Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Auch die Zentrale in der Groner Landstraße ist rund um die Uhr mit Beamten besetzt, bestätigt Kaatz.
  • Was passiert, wenn die Nummern vertauscht werden? „Es ist nicht so, dass ihnen dann nicht geholfen wird", beruhigt Wey. Entweder würde auf die andere Notrufnummer verwiesen oder in dringenden Fällen direkt verbunden.
  • Was ist bei der Notfallmeldung unbedingt zu beachten? „Ruhe bewahren", gibt Wey als wichtigste Regel aus. Das sei leicht gesagt, weiß der Leitstellenchef, aber unbedingt notwendig, um alle Informationen weiter zu geben. „Nicht gleich auflegen, sondern Anweisungen abwarten", nennt Wey eine zweite Regel. Die Disponenten in der Leitstelle würden sämtliche Informationen abfragen. Sie seien eigens geschult und sehr erfahren, macht er deutlich, dass Hilfesuchende hier kompetente Ansprechpartner haben.

Schließlich macht Wey noch auf eine weitere Telefonnummer aufmerksam: die 19222. Hier können, ebenfalls bundesweit einheitlich, Krankentransporte angefordert werden – „alles was planbar ist", macht er den Unterschied zur 112 deutlich.